Verherrlichung von Essstörungen im Internet

Sonntag, 05 April 2009 09:50 geschrieben von
Publiziert in Jugendmedienschutz
Pro-Ana-Angebote im Internet. Essstörungen wie Anorexie und Bulimie zählen zu den häufigsten chronischen Krankheiten bei Jugendlichen. Die Zahl der Betroffenen wächst stetig und sie werden immer jünger. Es sind vor allem junge Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die an Magersucht leiden. Mit ihrem krankhaften Essverhalten schädigen sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern spielen mit ihrem Leben: Rund zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen sterben.

Online-Angebote bestärken Jugendliche in ihrer Magersucht oder Bulimie. Verschärft wird das Problem durch das Internet. Hier finden essgestörte Jugendliche Websites und Foren, die die Krankheit verherrlichen, verharmlosen oder als erstrebenswerten Lifestyle präsentieren. Diese Angebote, die in der Szene verniedlichend als "Pro-Ana" (= Anorexia nervosa für Magersucht) und "Pro-Mia" (= Bulimia nervosa für Ess-Brech-Sucht) bezeichnet werden, bestärken betroffene Jugendliche in ihrem gestörten Essverhalten und treiben sie weiter in die Sucht.

80 Prozent der Angebote sind jugendgefährdend. jugendschutz.net beobachtet kontinuierlich Pro-Ana- und Pro-Mia-Sites im Internet und hat in den vergangenen Jahren 650 solcher Angebote auf ihre Jugendschutzrelevanz überprüft. Dabei handelt es sich vor allem um Blogs, Foren und Web 2.0-Angebote wie Videoplattformen und Soziale Netzwerke. Die Mehrheit der gesichteten Angebote, rund 80 Prozent, verstieß gegen den Jugendschutz, weil sie Essstörungen propagierten.

Lesen Sie weiter:

Redaktion

Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) | Staatlich Geprüfter Betriebswirt | IT-Sachverständiger und Gutachter | Jugendschutzbeauftragter im Internet | Seit 2000 Gründer und Geschäftsführer einer Full-Service Internetagentur

Sie haben eine Frage?

Gerne steht Ihnen unser Experte mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet Ihre Frage zu diesem, aber auch zu allen anderen Themen rund um die Jugendschutz-Leistungen.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien.

Jugendschutzbeauftragter im Internet

Der Jugendschutzbeauftragte ist immer dann zu bestellen, wenn ein Internet-Angebot entwicklungsbeeinträchtigende oder jugendgefährdende Inhalte geschäftsmässig bereithält. Der Gesetzgeber geht insbesondere bei Angeboten, die erotische oder gewaltverherrlichenden Content beinhalten, von einer potentiellen Gefährdung der Jugend aus.

Nutzen Sie unseren Service und lassen Sie sich von uns in Fragen des Jugendschutzes im Internet beraten, bevor Sie durch eine Abmahnung oder Strafanzeige weiteren Schaden haben. Unwissenheit und laienhaftes Vorgehen schützt Sie nicht vor Ordnungsgeldern oder Sperrungsverfügungen.

PayPalHaftpflicht sicherICRA

Kontakt

FIETZ.MEDIEN GmbH
Schlepegrellstr. 54
29223 Celle

 info@jugendschutzbeauftragte.net
0800 250 405 0  (kostenlos)

Logo: JugendSchutzBeauftragte.Net
Jugendschutzbeauftragter Altersverifikationssysteme Fragen & Antworten nach Tags Der Jugendschutzbeauftragte